Auf-dem-Weg2

Baltikum Estland 2013

 

Reise ins Baltikum mit Finnland vom 23. Juni bis 10.Juli 2013

 

1. Teil: Estland vom 23. Juni bis 02 .Juli 2013

 

             2. Teil: Lettland vom 02. Juli bis 06. Juli 2013

                           http://aufunseremweg.de/baltikum-lettland-2013-s256973.html

 

             3. Teil: Helsinki / Turku 06. Juli bis 10. Juli 2013

                      http://impressionen.chapso.de/helsinki-turku-2013-s745361.html

 

 

 Solange und Rolf bereisten die Länder  Estland, Lettland sowie Finnland (Litauen folgt spöäter). Es war diesmal keine Fernwanderung , also eher ein  Spaziergang. 

 

In den drei baltischen Ländern (insbesondere in Estland) erfasst trotz aller Schwierigkeiten eine beeindruckende Aufbruchstimmung die Menschen, wie die Skulptur von den drei startenden Gänsen zum Ausdruck bringt.

              

 

Das skandinavische Finnland ist schon länger in der Europäischen Union (EU), die drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen erst seit 2004. In Estland gibt es seit 2011 den Euro, in Lettland und Litauen erst ab 2014.

Die wirtschaftliche Situation von Estland mit 1,4 Mio. Einwohnern beleuchtet der aktuelle Bericht http://www.zeit.de/wirtschaft/2013-07/estland-geringe-staatsschulden-unglueckliche-buerger .

  

In den Altstädten aller besuchten Hauptstädte gibt es ein mittelaltriges, holpriges Kopfsteinpflaster (links ewas milder wie in Helsinki, Finnland und rechts unregelmäßiger wie in Tallin, Estland).

 

 

 Nach dem Flug von München nach Helsinki waren es nur noch 2 1/2 Stunden mit der Fähre in Richtung Südosten nach Tallin (früher: Reval) in Estland.

 

 

 Die schwedische Fähre "Viking Xpress" startete am Terminal der östlichen Insel Katajanokka (Stadtplan von Helsinki siehe http://impressionen.chapso.de/helsinki-turku-2013-s745361.html ).

 

 

  Auch viele Kreuzfahrtschiffe legen in Helsinki an.

 

 Abschied von Finnland am Leuchtfeuer der befestigten Insel Suomenlinna

 

 Das Areal im Quadrat ist die Altstadt von Tallin unweit des Fährhafens.

 

Auch hier im Fährhafen von Tallinn wieder viele Kreuzfahrtschiffe.

 

Von der Gangway an Board sieht man schon die Altstadt. Deren Anbindung an den Hafen ist jedoch landschaftlich noch nicht befriedigend gelöst.

 

 

Die "zerbrochene Linie" erinnert an das verunglückte Fährschiff "Estonia" am 28.09.1994.

            

Das war eine nationale Katastrophe für die nur 1,4 Mio. Einwohner Estlands. Die Hauptstadt Tallin hat 400 Tausend Einwohner.

                

 

Hier vergrößert das Altstadt-Viertel mit dem Domberg und das sanierte Rotermann-Viertel im Osten (früher Industrie-Brache).

 

Der Rathausturm...

 

 

...und in grafischer Ansicht von Jaan Saar (Buch "Tallinn" ISBN 9940-13-657-1  u.a. in deutscher Sprache).

 

 

Das bekannte Lokal "Ole Hanse" (Tallin bzw. Reval war wie Riga und Lübeck eine Hanse-Stadt im Ostseeraum). Die Hanse erleichterte den gegenseitigen Handel für die Mitglieder.

 

Umzüge mit historischen Kostümen gehören dazu.

 

Rathausplatz mit Nikolaikirche

 

kleine Gasse "Weckengang" ...

 

:::ebenfalls in Saar´scher Grafik.

 

Tor zur oberen Altstadt auf dem Domberg (Sitz der Adeligen, während unten die Kaufleute und Handwerker saßen)

 

 

 

der potestantische Dom

                             

 

die orthodoxe Alexander-Newski-Kathedrale

 

 

 

Fahrrad-Gruppe von einem der Kreuzfahrtschiffe (z.B. der Aida-Schiffe auch mit E-Bikes)

 

die Finnische Botschaft (Estland pflegt die besten Beziehungen zu Finnland, schon allein wegen der etwas ähnlichen Sprachen)

 

auch die Deutsche Botschaft in bevorzugter Lage

 

ein estnisches Ministerieum im historischen Gebäude

 

Blick von einer der zwei Aussichts-Plattformen auf das Rathaus und einen Teil des Hafens

 

Auf dieser Terrasse lernten wir den deutschen Politwissenschaftler aus Riga Dr. Axel Reetz kennen mit einem Publikationsverzeichnis www.infobalt.de/reetz/reetz.html über die postsozialistischen Staaten, insbesondere das Baltikum. Er hat uns am Johannestag (24. Juni) ein gutes Restaurant in Tallinn gezeigt, das aber leider wie fast alle Lokale an diesem Feiertag geschlossen hatte. Seit 2012 ist er eurotopics-Korrespondent für Estland und Lettland.

 

 

Blick von der Pastul´schen Terrasse auf die Stadtmauer mit Türmen, die Olafkirche und das Rotermann-Viertel (mit dem Schornstein)

 

 

 

die Pastul´sche Terrasse mit Schloss (erbaut 1770 von der Zarin Katharina II)

 

 

die Belgische Botschaft

 

 

 

das Deutsche Hotel "Schlössle" 

 

Die Erklärung dazu ist "sinnigerweise" in englischer Sprache, obwohl viele vor allem ältere Einheimische deutsch sprechen können.

 

 

die Nikolai-Kirche von der Stadtmauer aus gesehen... 

 

...aus Saar´scher Sicht 

 

 

der "Lange Herrmann" als Teil des Schlosses

 

 

noch erhaltener Teil der ehemaligen Stadtmauer

 

 

die Alexander-Newski-Kathedrale von der andeen Seite

 

 

die älteste erhaltene Rats-Apotheke von 1422 am Platz vor dem Rathaus

  

bald

 

die Pikk ist die "Lange Straße" in der Altstadt, in der die Bürger (Händler und Handwerker) wohnten.

 

die "Drei Schwestern" (Pikk Nr. 71) baute ein reicher Kaufmann im 15. Jahrhundert für seine drei Töchter; sie sind heute ein Hotel

 

 

die Schwedische Botschaft (ebenfalls in der Pikk)

 

das "Schwarzhäupterhaus" (Pikk Nr. 26) war Sitz der unverheirateten, deutschsstämmigen Kaufleute 

 

Solange hat auch schon mal in die Eingänge geschaut, während Rolf draussen fotografierte

 

das größere Gildehaus war das Haus der deutschen Handwerker (die beiden Figuren sind die von Luther und dem dänischen König)

 

 

hier eines der wenigen Jugendstilhäuser (Architekt Jaques Rosenbaum aus Riga) in der Altstadt...

 

...mit schönen Details

 

dieses Kaufmannshaus ist eines der wenigen Häuser im Art Deco-Stil n Tallinn...

 

...mit dem Fassaden-Ausschnitt...

 

...und dem sog. "Le Voyeur" mit neugierigem Blick auf den Nachbarn.

  

 

einer der Ausgänge aus der Altstadt ging durch dieses überbrückte Katherinengässchen

 

 

die alte Holzarchitektur befindet sich noch unmittelbar neben Stahl, Beton und Glas bei der Fahrt aus der Innenstadt hinaus nach Osten zum sog. "Weizenberg" ...

 

 

...zum schönen Barockschloss Kadriorg, das Zar Peter I imJahr 1718 für seine Frau Ekatherina als Sommersitz bauen ließ...

...in einem schönen Park...

...und mit schöner Austattung

 

der Sitz des estnischen Staatspräsidenten ist auch nicht weit

 

Das architektonisch gelungene Estnische Kunstmuseum (KUMU) www.ekm.ee/en  ist nicht nur wegen der vorwiegend heimischen Kunstwerke unbedingt sehenswert.

 

  Das KUMU  trägt stolz zum nationalen Selbstverständnis bei.

 Der Lichteinfall des vom finnischen Architekten Pekka Vapaavarori  2006 fertiggestellten "Circulos"-Gebäudes auf die Kunstwerke ist hervorragend.

 

 

 

 einige estnische Künstler sind Ende des 18. bis Anfang des 19. Jahrhunderts bevorzugt auf die Düsseldorfer Kunstakademie gegangen (siehe http://digikogu.ekm.ee/eng/new_category_tree/balticgerman_art/painting )

 

 

  

 

 

 

 

 

 

Weiter weg von der City in Richtung Osten liegt das Sängerstadion zu Ehren des dort berühmten Chorleiters Gustav Ernesaks (1908 bis 1939);  er war Gründer des esthnischen Männerchors.

  

 

 

Noch weiter östlich an der Küste entlang kommt man nach Pirita , dem Olympia-Segelhafen bei der Olympiade 1980 in der Sowjetunion.

 

 

Der Ort Pirita ist benannt nach dem gleichnamigen Nonnenkloster, das 1407 von der heiligen Brigitta von Schweden gegründet worden war, aber schon 1577 vom Zar Iwan dem Schrecklichen zerstört und seitdem nicht mehr aufgebaut wurde.

 

 

 

 Daneben ist vor ein paar Jahren das moderne Kloster mit Tagungsstätte eröffnet worden.

 

 Kloster-Friedhof

 

 

Gewohnt haben wir in Tallinn im Rotermanni kvartal (eine ehenmalige Industrie-Brache und heutiges, modernes Business- und Tourismus-Viertel) unweit des Hafens außerhalb der Altstadt.

Hier ein Blick in eine noch nicht sanierte Ecke.

 

 

Die Architekten haben sich etwas einfallen lassen, ...

 

 

...um alt und neu zu integrieren.

 

 

 

Wir fanden die Kombination gelungen. 

 

+++

 

 

Zu Beginn der 2. Woche fuhren wir mit dem öffentlichen Bus und der Fähre auf die südwestlich gelegene, einsame Insel Saaremaa mit dem Kurort Kuressaare (05 auf der Karte).

 

Der auf der Innenseite des Fährenmauls angebrachte Hinweis "Made in Saarema" ist geschicktes Marketing für die heimischen, landwirtschftlichen Produkte.

 

das Kurhaus von Kuressaare von der Seeseite ...

 

... und von der Landseite mit Kurkonzert

 

 

 

Hotels in Kuressaare

 

eine herrliche , typische Holz-Villa aus dem 19. Jahrhundert

 

Die  gut erhaltene Bischhofsburg "Abensburg" aus dem 15. Jahrhundert hat mehrere Herren gesehen: die Deutschen, Dänen, Schweden und zuletzt die Russen.

 

 

Im Osten Europas und speziell im Baltikum hat der Deutsche Orden nach der Teilnahme an den Kreuzzügen gen Jerusalem mehrere Jahrhunderte eine große Rolle gespielt. Heute hat der Großmeister seinen Hauptsitz in Wien (siehe März 2013 in Wien http://www.aufunseremweg.de/wien-maerz-2013-s256764.html ).

 

 

 

 

die bevorzugte Windrichtung ist klar zu erkennen 

 

An drei Tagen haben wir mit gemieteten Fahrrädern die Insel erkundet...

 

 

...am erstenTag bis an die südlichste Spitze der Halblinsel Sörve zum Leuchtturm in Sääre

 

Auf dem Weg waren einige Ferienhäuschen....

...und einige bekannte und unbekannte Blumen am Weg.

 

 

Auch eine Gedenktafel an Opfer des Zweiten Weltkrieges u.a. in deutscher Sprache ist an einem kleinen Hafen angebracht.

 

Von der südlichsten Spitze Sääre hat man bei gutem Wetter eine Sicht bis Lettland.

 

Dort sagen sich buchstäblich die zutraulichen Füche "gute Nacht". 

 

Auch eine russisher Soldatenfriedhof erinnert an den 2. Weltkrieg. 

 

 Am Abend um 22 Uhr kamen wir nach ca. 100 km noch im Hellen zuück.

 

 

 

Insgesamt sind wir an drei Tagen ca. 220 km sternförmig von Kuressaare aus in 3 Richtungen mit dem Fahrrad gefahren: am 2. Tag bei Regen in den Norden zu einen Metereoriten-Einschlag-Krater (Nr. 13)

 

Auf den Hauptstraßen gibt es Fahrradwege. 

 

Der Einschlag-Krater hat ca. 80 m im Durchmesser. Das Ereignis vor ca. 4.000 Jahren kommt in den Sagen und Mythen vor.

 

Eine kleine, fast ärmlichenorthodoxe Kirche lag auf dem Weg.

Abends war wieder das schönste Wetter.

Am 3. Fahrrad-Tag fuhren wir nach Westen bis nach Lümanda.

 

Dabei durchquerten wir den National-Park von Saaremaa...

 

...mit einem kleinen Heimat- und Natur-Museum. 

 

Im Nationalpark liegt auch der höchste Berg der Insel mit 50 m Höhe + 20 m Höhe des stählernen Turms....

...umgeben von viel Mischwald bis zum Meer. 

 

Ein alter verlassener Bauernhof auf dem Umwandlungsweg zum einsamen Ferienhort.

 

Das Gutsherrenhaus war verfallen, ...

 ...aber der Park sehr gepflegt.

 

 

Auf dem Rückweg lag der kleine Ort Kihelkonna....

 

...mit einem wieder renovierten,....

 

... ehemals deutschen Gutshof Loona. 

 

 

 

Evangelisch-Lutherische Kirche von Kihelkonna... 

 

 

 

 

...mit einem Grabstein von einer deutschen Familie 

 

Über einrem Taufwasserbecken sieht man noch das Symbol des Deutschen Ordens.

 

 

Für uns neue Blumen am Weg zurück nach Kuressaare. 

 

 

 

 

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Wieder mit der Fähre aufs Festland und dann mit dem Bus gen Süden zum Badeort Pärnu (auf der Karte Nr. 04) fuhren wir.

 

Gleich bei der Ankunft erwartet einen das übrig gebliebene Tor zum früheren Endla-Theater, von dem aus 1918 die Unabhängigkeit Estlands ausgerufen wurde.

 

 

Als erstes, größeres Gebäude in der Altstadt emtdeckt man die evangelische Elisabeth-Kirche aus dem Jahr 1747.....

 

...unweit der Hauptstraße.

 

Traumhafte Villen, meistens in Holzkonstruktion stehen in der Nähe zum Strand,...

...hier die Ammende Villa, der Sitz des örtlichen Rotary-Clubs.

 

Wegen des kühlen, regnerischen Wetters war der Strand menschenleer.

 

 

ein einsamer Surfer bei Ebbe 

 

Der  bekannte und beliebte Komponist Raimond Valgre spielt im Kurpark von Pärnu  sein Harmonium immer automatisch, wenn jemand vorbeikommt.

 

 

hier der Link zum melancholischen Gitarren-Spiel "Pärnu Ballade "heiß und feucht" (Hinweis auf das Sommer-Klima im Badeort Pärnu) von Raimond Valgre

http://www.myvideo.de/watch/9196381/Paernu_Ballade_heiss_und_feucht_Estland

 

 Skulpturenpark von einheimischen Künstlern

 

 

die orthodoxe Jekatherinen-Kirche von 1768 

 

 

das Haus der Handwerker-Gilde 

 

das Viktoria-Hotel im Jugendstil... 

 

...mit einem protzigen "Schlitten" davor 

 

 

eine eindrucksvolle Villa im Bauhausstil 

 

 

demonstrativer Auf- ...

 

 ...und Abbau eines Holzhauses im Kurpark

 

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  2. Teil: Lettland vom 02. Juli bis 06. Juli 2013

                           http://aufunseremweg.de/baltikum-lettland-2013-s256973.html

 

 

 

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