Auf-dem-Weg2

Bretagne 2015

 
Küstensternfahrt von zwei Standorten der französischen Bretagne aus im Juni 2015.

Grundinformationn zu Land, Wasser und Menschen und zur Geschichte auf der Website http://de.wikipedia.org/wiki/Bretagne .
 
 
Über zwei Wochen fuhren Solange und Rolf  auf dieser zweiten Etappe sternförmig an die  bretonische Atlantik.Küste ganz im Nordwesten von Frankreich.

Solange zeigte Rolf weiter die keltische Heimat ihrer Vorfahren. Es war ein "Heimspiel" für sie und streckenweise auch mit ein wenig Heimweh verbunden.
 
               
 
Diese Küstensternfahrt war eine Fortsetzung der Küstenwanderung auf dem Fernwanderweg GR34 von Mont St. Michel über Saint Malo nach Saint Brieuc (erste Etappe im September 2012). http://auf-dem-weg2.chapso.de/bretagne-2012-s256398.html
 
  
 
 
Unsere Erlebnisse im Jahr 2015 teilen sich in 8 Themen:

1. Auf den Spuren von Solange´s Vorfahren bei Lannion
2. Die Rosa-Granit-Küste (Cote de Granit Rose)
3. Dolmen und Menhire
4. Die Halbinsel Crozon
5. Die Klosterruine von Beauport
6. Die Hafenstadt Saint Brieuc
7. Das Vogelschutzgebiet der Sieben Inseln (Sept Iles)
8. Die eingefriedeten Pfarrhöfe (Enclos Paroissiaux)


Wir stiegen wir in Saint Brieuc aus dem Schnellzug TGV  (nach 10 Stunden Fahrt von München über Paris) und fuhren mit einem Mietwagen während der ersten Woche von Lannion (Departement Cote d´ Armor = Küste des Meeres) aus sternförmig an die bretonische Atlantik-Küste ganz im Nordwesten von Frankreich.

 
 
 
 
 
1. Auf den Spuren von Solange´s Vorfahren bei Lannion
 
Da, wo der Fluß Le Léguer von Lannion kommend im Westen in den Atlantik fließt, haben schon die Römer von einem 50 Meter hohen Felsen die Flußmündung kontrollert.

   

Hier ist auch die Heimat von Solange´s väterlichen Vorfahren mit dem Namen Denés. 

   

Hier saß sie in Erinnerung schwelgend an glückliche Kindheitstage, als sie mit ihren Eltern und Geschwistern dort im Hafenort Le Yaudet Urlaub gemacht hatten und ...

    

...sie in der Umgebung spielen bzw. zum Wasser runter klettern durfte.

                     


Am Südufer des Flusses Le Léguer gibt es mehrere sogenannte  "Enclos Paroissiaux" (eingefriedete Pfarrhöfe) mit dem Eingangs-Torbogen, der Kirche, dem Friedhof und dem Gebeinhaus (für die Totengebeine, wenn im kleinen Friedhof für neue Gräber Platz geschaffen werden musste).

Mehr zu einigen der vielen Enclos Paroissiaux gibt es auf der Wegsite
http://auf-dem-weg3.chapso.de/bretagne-2015-s2950674.html .
 

  

Hier der Torbogen und die Kirche des Ortes Loguivy- lés-Lannion ("logu" heißt "Ort" auf bretonisch).

  


                   


                   

Im nächsten Ort Ploulec´h (alle Orte mit der Silbe "Plou" am Anfang waren und sind teilweise noch Orte mit einer Kirche) war der Vetter von Solange´s Vater Pfarrer.

  


                        


  

Das Pfarrhaus, in dem sie während des Urlaubs beim Onkel ein- und ausgegangen war, ist nun das Gemeindehaus (Mairie).

                  

Das ist die Kirche von Le Yaudet, auch mit dem dort typischen, über eine Wendeltreppe zu besteigenden, runden Turm neben der Glockenwand.

                   

Mit dem Besuch dieser für ihre Familie geschichtsträchtigen Orte bei Lannion
ging ein lang gehegter Wunsch für Solange in Erfüllung.

                  


                    

Bei Prozessionen werden diese Marien- und Heiligen-Statuen auf Tragen mitgeführt.

                       
 
In diesen sehr gepflegten Pfarrhöfen wuchsen - durch das milde Klima am Meer gegünstigt - überall üppige Hortensien (ein Markenzeiche der Bretagne).

                   



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2. Die Rosa-Granit-Küste

Im Nordwesten  ist die Atlantikküste sehr zerklüftet. Der Wasserstand ändert sich alle 6 Stunden zwischen Ebbe und Flut mit einem Höhenunterschied  von weit über 10 Meter. Das prägt die Landschaft außerordentlich.
 
 
Der Weg der Zöllner (zur Bewachung gegen illegalen Warenaustausch mit England) führt gerade hier bei Ploumanac´h an diesem zauberhaften Küstenstrich entlang. Der Weg ist auch Bestandteil des allgegenwärtigen Fernwanderweg GR 34, den wir schon auf unserer 1. Etappe 2012 weiter östlich gegangen waren.
 
 
Bei Ebbe fallen auch hier im Hafen alle Schiffe trocken.
 
 
Der LionsClub verteidigt den knappen Parkplatz für Behinderte mit dem Satz "Wer mir meinen Platz wegnimmt, soll mir auch meine Behinderung nehmen".
 
       
 
 
                 
 
Die vor Jahrmillionen aus dem Erdinnern hochgedrückten Granitfelsen sind über diese lange Zeit vom Wasser rund geschliffen worden.Durch einen geringen Eisengehalt haben sie speziell an der sogenannten Rosa Granit Küste auf einer Länge von ca.8 km eine rosa Farbe angenommen.
 
 
 
         
 
 
 
          
          
 
Der Leuchtturm von Ploumanac´h ist ....
 
 
 ...mit dem gleichen Material Granit für die Ewigkeit gebaut.

 
Der Leuchtturm von Ploumanach, ("Plou" bedeutet auf bretonisch, dass dieser Ort eine Kirche hat. Ein Ort ohne Kirche heißt "Ker").
 
          
 
 
 

http://www.travelpic.de/Galerie_Bilder/Europa/Frankreich/Bretagne/slides/eu_fr_bretagne_008.htm

 
Auch die kleine Halbinsel Ile Renote ganz im Norden liegt in dem Rosa Granit Abschnitt.
 

 
 
 
 
 
 
 
 
             
 

Von der Küste aus hat man einen guten Blick zu den Vogelschutzgebiet der Sept Iles mit dem Leuchtturm auf der Hauptinsel.
Hier der Link zu dem Video von einer Bootsfahrt zu diesen "Sieben Inseln" mit Aufnahmen von Möven und (Bass-)Tölpeln:
https://youtu.be/MXJ89bInFQw


 
 
 
 
 
 

 Hier wieder der Blick zum Leuchtturm von Ploumanac´h.

 

Dieser außergewöhnliche Felsen heißt "Palette"
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
            
 
 
 

 So sieht eine Bacheinmündung an der Küste aus, wo die Felsen mit der Zeit überwuchert wurden. Der bretonische Name "Traouiero" mit 5 Vokalen ist für einen Nicht-Bretonen unausprechlich. Solange konnte ihn aussprechen. Rolf hat den französichen Namen "Trofasquer" bevorzugt.
 
 

 

Hier ist ein wunderschöner, schmaler Pfad über mehrere Kilometer mit Treppen und Durchgängen eingerichtet worden.
 
 
 
 
 
            
 
Die Bäume haben die Felsen fest "im Griff".
 
            
 
 
 
 
         
 
 
         

 
Granit ist sehr hart und überdauert eine längere Zeit als Sandstein. Diese Skulpturen in einem Park von Ploumanac´h stehen für die Ewigkeit.
 
 
 
          
 
 
          
 
 
 

Abends (die Sonne ging Anfang Juni dort erst um ca. 22 Uhr unter) kehrten wir zu unserem kleinen Ferienhaus bei Lannion zurück.




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3. Dolmen und Menhire


Eine weitere Attraktion in der Bretagne sind die sogenannten Dolmen und Menhire aus grauer Vorzeit. Diese Kultstätten  sind unter nicht vorstellbaren Bedingungen von Menschenhand in der Zeit von ca. 2.000 bis 5.000 Jahren v. Chr. geschaffen worden. Ihre genaue Bestimmung ist bis heute nicht geklärt.

Wir besuchten einige von ihnen von unserem zweiten Quartier, einem Ferienhaus bei Daoulas (Departement Finistère = Ende der Welt) aus an verschiedenen Stellen im Hinterland.und an der Küste.




Zuerst wurde vor der Abfahrt nochmal die Straßenkarte studiert und dann ging´s los....



...in diesem Fall nach Nordwesten in den regionalen Nationalpark der Monts Arrée (eine geheimnis-umwobene, einsame Gegend mit den höchsten Erhebungen der Bretagne) nahe des Ortes Sizun.



Wo heidnische Menhire stehen, gibt es auuch christliche Kapellen.



                     


Oft führen nur einsame, größtenteils Hohlwege zu den Standorten.


Abseits vom Tourismus an der Küste leben die Menschen im Landesinnern von der Landwirtschaft und Viehzucht (Schweine- und Rinderzucht - meist mit weißen Tieren).


Auch dieser Menhir liegt sehr versteckt.

                  








Um den heidnischen Einfluss zu bannen, wurden die Steine "christianisiert" durch das spätere Einmeißeln des christlichen Symbols des Kreuzes.

                   


                  




Hier der Link zum Video "DolmenMenhire Juni 2015"
https://www.youtube.com/watch?v=dICFgjSCwMw

Die höchste Erhebung in der Bretagne ist mit 380 m die Montagne St. Michel im Südosten von der Stadt Sizun.





Hier steht natürlich an beherrschender Stelle eine dem St. Michel gewidmete Kapelle.

                   


                             



Der Menhir von Saint-Uzec (ca. 2,5 Kilometer nordöstlich von Trébeurden) ist etwa 8 Meter hoch und 3 Meter breit und damit der größte, später mit christlichen Symbolen versehene Menhir in Frankreich. Seine "Christianisierung" erfolgte 1674 als Kampfansage an das angeblich auflebende Heidentum. Der umgestaltete Menhir konnte als Station in Prozessionen einbezogen werden. Er trägt zu oberst ein Kruzifix. Außer Mond und Sonne sind Szenen der Anbetung und die "Arma Christi" (Hammer, Nägel, Peitsche und andere) eingemeißelt worden.


                      
 
Mehr dazu unter
 https://de.wikipedia.org/wiki/Menhir_von_Saint-Uzec
 
 
 

Vor allem in der Nacht wirkt das Land in der Nähe der Atlantikküste oft sehr geheimnisvoll.

 


Ganz im äußersten Westen der Halbinsel Crozon ...


...bei Camaret sur Mer gibt es eine große Ansammlung von Dolmen in exakten rechtwinkelig zueinander angeordneten Linien (Alignements Megalithiques).

Der Ort an dem Pointe de Pen-Hir heißt Toulinguet.



Die Steine stehen unmittelbar vor der steil abfallenden felsigen Küste.
Hier am Pointe de Pen-Hir ist das Land im Westen am Atlantik zuende.

                   


Hier kommen die großen Wellen angerollt.

 


 

Die exakt ausgerichteten Steine haben eine faszinierende Wirkung.

 








Auf der Tafel wird versucht, die Transport- und Aufstellungs-Methode in der Zeit von 5.000 bis 2.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung nachzuvollziehen,



 

                                                                ***





4. Die Halbinsel Crozon

Der nahe gelegene Ort Camaret sur Mer liegt in einer kleinen Bucht (Anse de Camaret) geschützt durch den vorgelagerten Höhenzug gegen eventuelle Stürme aus dem Westen vom Atlantik. Strategisch liegt der Ort auch günstig an der Einfahrt zum Handels- und Militärhafen von Brest weiter im Innern der Einfahrt.
Auf den umliegenden Höhenzügen sind überall noch betonierte Verteidigungs-Bunker der Deutschen Besatzungsmacht gegen die vermeintliche Invasion der Alliierten im 2. Weltkrieg.
 
 


Der Hafen hat eine große Mole, auf der der Wehrturm (Vauban-Turm) und eine Seemanns-Kirche (Notre-Dame-de-Rocamadour) stehen. Rocamadour ist ein bekannter Pilgerort in Südfrankreich.

 


An der Mole fristen noch zwei Fischerboot-Wraks ihr Dasein.

                   


Die Hafen-Liegeplätze sind den Fischer- und Freizeitbooten vorbehalten.

 


Auf dem Landweg kommt man auf die Halbinsel Crozon über eine elegante, gekrümmte Hängebrücke von mehreren Hundert Meter Länge, der 2011 eingeweihte Pont-de-Tregenéz.

 

Über diese Brücke zu fahren ist hoch oben über den einfahrenden Schiffen ein besonderes Erlebnis. Hier der Link zum Video von der Fahrt:
https://youtu.be/0OnRBiblyzU

 


Die Kirche birgt wie alle Kirchen und Kapellen in Küstennähe Modelle von Schiffen. Man betet für die gesunde Heimkehr der (hier: Langusten-) Fischer und Seeleute.             

                    
 

                   


Der Wehrturm ist 1689 von dem Militär-Experten Vauban zur Abwehr der Engländer gebaut worden.

                           






Die Uferpromenade ist ein beliebter Touristen-Tummelplatz. Wir haben im Juni Gott-sei-Dank noch Vorsaisonzeit.



  

Rolf interessiert sich für die Boote im Hafen....

                  

....und Solange für die Häuser und Ausstellungen der Künstler.

        



  

                   




                                                                 ***




5. Die Klosterruine von Beauport

Im Nordosten des Departement Finisterre der Bretagne im Süden der Hafenstadt Paimpol steht noch die Klosterruine Abbaye de Beauport in der gleichnamigen, heute verlandeten Bucht.

                  

                   

Leider ist das wohl einst prächtige Kloster wie so viele sakrale Bauten während der Französischen Revolution zerstört worden.



                     


                  




                  


                 






                  




                      


                   


                  








                  





                     

                   


                  

Der Blick vom Kloster in die Bucht von  Beauport mit vorgelagerten Inseln. U.a. hier gingen die Jakobsweg-Pilger aus England an Land und gingen dann nach einem kurzen Aufenthalt im Kloster nach Spanien im Süden.





Der Pilgerweg beginnt im Wald Bois de Beauport und führt zunächst zum 7 km entfernten Ort Kerfot (früher wohl dem Namen nach ein Ort ohne Kirche, heute jedoch mit)

                  



Wir sind den urigen Rundweg über 15,5 km wieder zurück zur Klosterruine gegangen nach der Beschilderung mit dem Muschelzeichen gegangen.





                   


                   

Die Kapelle Ste. Barbe liegt auf dem Weg.




Wieder an der Klosterruine.




Der verlandete, frühere Hafen.




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6. Die Hafenstadt Saint Brieuc

Nach zwei Wochen kehrten Solange und Rolf nach Saint Brieuc zurück, wo wir das Mietauto (ein kleiner, verlässlicher Nissan Micra) zurückgegeben haben und mit dem Schnellzug TGV über Paris mit dem TGV bis München weiter fuhren. In 10 Stunden haben wir die 1.400 km geschafft zuzüglich 2 1/2 Std. Zwischenaufenthalt in Paris.

Saint Brieuc ist ein lebhafter Verkehrs-Knotenpunkt mit kühnen Brücken zur Entlastung der Innenstadt.

                       


                    

Auf einem Hügel über dem Hafen liegt die Villa Rohanec, benannt nach ihrem reichen Erbauer im 19. Jahrhundert.



Eine grüne Oase ist der kleine Park vor dem Justiz-Palast....

                   

....mit der Skulptur "Die Form entsteigt der Materie" vom Bildhauer Le Goff, Mitglied der Ehrenlegion.





Der Hafen besteht wegen 11 Meter Tidenhub aus zwei Teilen, die durch eine Schleuse getrennt sind. Aus- und Einlaufen können die Schiffe nur bei Flut


Die Bilder im Außenbereich des Hafens entstanden bei Ebbe.



Alles Schiffe im Aussenhafen fallen dann trocken.



Das Schleusenwehr hält auch bei Ebbe den Wasserstand im inneren Hafen auf Flutniveau.



Dieser Werftkran auf Autoreifen trägt das reparierte Fischerboot über ein kleines Hafenbecken und lässt es zu Wasser.

                   





 Fischer im Ruhestand malen ihre drastischen Erfahrungen auf hoher See an die freien Wände der Werft.





                 


Auch Saint Brieuc hat seinen kleinen Strand.

                 

Hier gibt eine kleine Künstler-Kolonie aus illegal am Hang gebauten Häuschen.





Im 19. Jahrhundert wurde eine kleine, inzwischen stillgelegte Regionalbahn mit einem Tunnel zwischen Hafen und Hinterland gebaut.

                     


Der Yachthafen  beherbergt auch ein paar üppige, hochsee-taugliche  "Dickschiffe."



                   





Der Abschied von der Bretagne im äußersten Nordwesten Frankreichs, da wo sich Land und Meer "verzahnen" und die kulturell sowie sprachlich eigenständigen Bretonen zuhause sind , wurde uns um so schwerer gemacht, als in Saint Brieuc an unserem letzten Abend das jährliche Musik-Festival im Juni stattfand.


Bis in die Nacht wurde - nur von Amateuren ausgerichtet - gesungen, musiziert und getanzt. Auch der typische Dudelsack (allerdings im Gegensatz zu England und Schottland hier nur mit drei statt fünf Pfeifen):
https://youtu.be/YEDwkZNXPOo
 

Am nächsten und zugleich letzten Tag haben wir das Auto wieder abgegeben - ein befreiendes Gefühl (!) -. und sind mit dem TGV über Paris nach München zurück gefahren.


In Paris mussten wir vom Ankunfts-Bahnhof  Gare Momparnasse mit der Metro M4 zum Gare de l´ Est umsteigen.





                                                              ***






 
7. Das Vogelschutzgebiet der Sieben Inseln (Sept Iles)
 

 

 
 

 

 
 

 

Die Hauptinsel Ile aux Moines in diesem Naturschutzgebiet darf  auch betreten werden.
 

 
 

 

 
Mit mehr oder weniger langen Teleobjektiven ausgerüstet gingen die neugierigen Passagiere in Perros-Guiréc an Bord des kleinen wendigen Motorbootes.
 

 
 

 

 
Viele Wasservögel verschiedener Art sollten wir zu Gesicht bekommen, die auf den sieben Inseln nisten und brüten. Im Winter fliegen sie dann weiter in den Süden.
 

 
 

 

Alle diese Wasservögel sind im Sommer auf diesen 7 Inseln in einer mehr oder weniger großen Population vertreten.
 

 

 
 

 

 
Das Geschrei in der Nistkolonie der Tölpel konnten wir schon von weitem hören.
 

 

 
 

 

 
Der Felsen war weiß von den vielen Vögeln und Nestern.
 

 

 
 

 

 
 
 
 

 
Vor allem die Bass-Tölpel (Fou de Bassan) sind mit ca. 22.000 Exemplaren auf einer eigenen Insel mit ihren Nestern fest ansässig.
 

 

 
 

 

Jedes der ca: 11.000 Paare hat ein ganz bestimmtes Nest, das dieses Paar nach der Rückkehr vom Winteraufenthalt im Süden auch genau wieder findet.
 

 

 
 

 

 
Die Anzahl der Paare kann durch die genaue Nestzugehörigkeit mittels auf Helikopterflügen gemachten Aufnahmen ziemlich exakt ermittelt werden.
 

 

 
 

 

 

 
 

 

 
 

 

 
                 
 

 

 
 

 

 
 

 

 
 

 

Auf diesem Felsen einer anderen Insel sind die paarlosen Jungvögel versammalt.
 

 
 

 

 
 

 

 
Die erwachsenen (adulte) und die jungen (jeune) Vögel haben verschieden farbiges Aussehen.
 

 

 
 

 

 
 

 

 
 

 

 
 

 

 
 

 

 
 

 

 
 

 

 
 

 

 
Die Goéland brun-Möven sind in einer eigenen Kolonie auf einer anderen Insel versammelt.
 

 
          
 

 

 

 
 

 

 
 

 
Ebenfalls die scharzen Kormorane sind immer zusammen anzufinden.
 

 
 

 

 
Die in der Sonne liegenden Seehunde lassen sich mit der Flut auf die Felskuppe tragen, da sie ja auf dem rauhen Felsen nicht gut robben können.
 

 
 

 
Dort harren sie aus bis zur nächsten Flut in 6 Stunden.
 

 
 

 

 
Auf  der größten Insel Ile aux Moine mit Leuchtturm konnten wir an Land gehen.
 

 
 

 

 
 

 

 
 

 

 
Hier sind die Silbermöven zuhause.
 

 
 

 

Die jungen Silbermöven sind vom Stein kaum zu unterscheiden: eine gute Tarnung.
 

 
 
 
 

 

 
 

 

 
 

 

 
 

 
Die Goéland argenté = die Silbermöve.
 

 
 

 

 
 

 

 
Hier ein Blick auf die Rosa Granit Küste.
 

 
 

 

 
 

 
 
 
              
 

 

 
 

 

 
Am Strand von Perros-Guieréc hat jemand bei Ebbe ein schönes Doppelschnecken-Muster in den Sand gezogen.
 

 
 

 

 
Wer sich einen Teil der Vogelinsel-Bilder nochmal ansehen möchte mit begleitendem Glenn Miller Swing, kann sich des entsprechende Video auf
 
https://youtu.be/MXJ89bInFQw herunterladen.
 
 
 
 
 
           
 

 
 
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8. Die eingefriedeten Pfarrhöfe (les Enclos Paroissiaux)
 

 

 
Die "Enclos Paroissiaux" (eingefriedete Pfarrhöfe mit dem Eingangs-Torbogen, der Kirche, dem Friedhof, dem Kalvarienberg und dem Gebeinhaus für die Totengebeine, wenn im kleinen Friedhof für neue Gräber Platz geschaffen werden musste), sind eine Besonderheit der christlichen Gemeinden an der Cote d´Armor im Departement Finistère.

 

 
 

 

 

 
Der umfriedete Pfarrhof (le Enclos Paroissial) von Loguivy-lés-Lannion im Nordosten bei Lannion: der Triumphbogen in der Umfriedung gibt den Blick frei auf den Friedhof und die Kirche.
 

 
 

 

Die Pfarrbezirke sind nur während 4 Jahrhunderten in einem bretonischen Gebiet .....

 

 
 

 

 
 

 

 
.....nördlich des Gebirgszuges Monts d´Arrée entstanden.

 

 
 

 

 
                 
 

 

 
Am westlichsten liegt der Ort Daoulas-Plougastel (südöstlich von Brest)
 

 
              
 

 
Hier in Daoulas befindet sich ein der reichhaltigst ausgestatteten Kalvarienberge.
 

 
             
 

 
Der harte Granit-Stein widersetzt sich den Witterungseinflüssen besser als Sandstein.
 

 
 

 

 
            
 
           
 
Jede Figur aus dem Leben Jesu ist sehr individuell aus dem Stein gearbeitet.
 
         
 
            
 

 

 
             
 

 

 
 

 
Die Heilige Familie mit Ochs und Esel und den Drei Heiligen Königen.
 

 
 

 

 
             
 

 

 
Nordöstlich von Daoulas liegt der Ort Sizun am Nordrand des Gebirgszuges Monts d´ Arrée.
 
              
 
 

 

 
Der eingefriedete Pfarrhof mit Kirche,...
 

 
            
 

 

 
 
 

 
...Kalvarienberg (hier ein Detail von der Grablegung Chisti),...
 

 
 

 
               
 
....Triumphbogen (die beiden Seitenbögen haben eine Barriere gegen das Vieh),...
 

 
 

 

 
... und Gebeinhaus (jetzt ein Museum).
 

 

 
 

 

 
 

 

 
 

 

 
 

 

 
                          
 

 

 
Wie so oft ist das Kirchenschiff  innen tapeziert bzw. bemalt.
 

 
 

 

 
 

 

 
             
 

 

 
Wir stiegen auf den höchsten Berg der Monts d´Arrée, den Mont St. Michel (380 m) mit einer schlichten Kapelle....
 

 
 

 

 
 

 

 
             
 

 

 
            
 

 

 
...und mit einem schönen Rundblick zum See Lac du Drennec.
 

 
 

 

 
Der Hohlweg war faszinierend.
 

 
             
 

 

 

 
Im Südwesten liegt der Ort Le Faou...
 

 
 

 
 
 
Die Kirche von Le Faou hat zusätzlich den typischen runden Extraturm.
 

 
                  
 

 
             
 
        
 
 
 
Am Eingang zum Kirchenschiff links...
 

 
 

 
 
 
...und rechts die zwölf Apostel.
 

 
 

 

 

 
Der Pfarrhof von La Martyre (die Martyrerin) ist dank des Granitsteins auch sehr gut erhalten...
 

 
 

 

 
  
 

 

 
 
       
 

 

 
...mit dem Triumphbogen aus dem Jahr 1450 n.Chr....
 

 
 

 

 
...der später angebauten Sakristei....
 

 
                 
 

 

 
                
 

 

 
 

 
...und z.T. sehr gut erhaltenen Archevolten am Kircheneingang...
 

 
                    
 

 

 
...und der Kalvarienberg (im Detail).
 

 
              
 

 

 
 

 

 
            
 

 
Das Innere der Kirche ist vergleichsweise schlicht gehalten.
 

 
              
 

 
Auch hier das Taufbecken mit dem typischen Baldachin und die übliche Tonnengewölbe-Decke.
 

 
              
 

 

 
             
 

 

 
 

 

 
             
 

 

 

 
Nordöstlich nicht weit von La Martyre liegt Lampoul....
 

 
 

 

 
...ebenfalls mit Triumphbogen, Kirche, Kalvarienberg, Friedhof und Gebeinhaus....
 

 
                 
 

 

 
               
 

 

 
               
 

 

 
              
 

 

 
 

 
....und wieder den zwölf Aposteln links und rechts des Kircheneingangs.
 

 
 

 

 
 

 

 
 

 

 
             
 

 

 
Die Mutter Anna der Jungfrau Maria spielt bei den Bretonen eine große Rolle.
 

 
             
 

 
Hier die Geburt der Jungfrau Maria.
 

 
             
 

 

 
Die Fratzen des Teufels im Kirchengestühl....
 

 
 

 

 
 

 
...oder am Deckenbalken sind auch typisch.
 

 
 

 

 
In dieser Kirche war nach unserer Besichtigung eine Hochzeit mit einem sinnigen Spruch:
 

 
                
 

 
"Ich liebe Dich nicht nur für das, was Du bist, sondern auch für das, was ich bin, wenn wir zusammen sind."
 

 

 
 

 
            
 
             
 

 

 
             
 

 

 
Gegenüber der Kirche hier das Pfarrhaus (heute das Touristbüro und ein Museum)
 

 
 

 

 

 
Unmittelbar in der Nähe liegt der nächste sehenswerte Ort Guimiliau...
 

 
 

 

 
 

 
...mit einem ähnlich gut erhaltenen Pfarrhof und den üblichen Bauwerken aus dem 15. Jahrhundert n..Chr..
 

 
            
 

 
 
 
 

 

 
 

 
 
 
 

 

 
                  
 

 

 
                
 

 

 
 

 

 
             
 

 

 
 

 

 
              
 

 

 
Der Kalvarienberg hat ähnliche Dimensionen wie der von Daoulas.
 

 
 

 

 
 

 
Hier werden ganze Geschichten aus dem Neuen Testament der Bibel (das Leben Jesu) erzählt.
 

 
 

 

 
 

 
Wieder eine andere Darstellung der Heiligen Familie....
 

 
 

 
... mit den Heiligen Drei Königen und Engeln.
 

 
 

 

 
             
 

 
 
 
Von den zwölf Aposteln ist Jacobus der Ältere (mit der Muschel am Hut) besonders gut getroffen.
 
                          
 
               
 

 

 
                            
 

 

 
 

 

 
 

 

 
               
 

 

 
Die Flucht nach Ägypten ist sehr schlicht und schön dargestellt.
 

 
             
 

 

 
              
 

 

 
            
 

 

 
 

 

 
 

 

 
             
 

 

 
            
 

 

 
             
 

 

 
                
 

 

 

 
Weiter geht es nach Saint Thégonnec, wieder ein wunderschöner Ort im Nordosten.
 

 
 

 

 
 

 

 
            
 

 
             
 

 

 
               
 

 

 
             
 

 

 
             
 

 

 
             
 

 

 
              
 

 

 
             
 

 
Eine Besonderheit von Thégonnec ist die Grablegung Christi mit lebend-großen Figuren in der Krypta.
 

 
 

 

 
              
 

 

 
              
 

 

 
             
 

 

 
 

 

 
 

 

 
 

 

 
 

 

 
 

 

 
 

 

 
             
 

 

 

 
Auch der Ort Pleyber Christ ist ähnlich aufgebaut.
 

 
 

 

 
 

 
Es sieht so aus, als ob die Orte miteinander im Wettbewerb standen, wer den Pfarrhof am besten und am aufwendigsten gestaltet.
 

 
 

 

 
 

 

 
 

 

 
             
 

 

 
 

 

 
 

 

 
 

 

 
Die Glockentürme haben oft noch einen zweiten runden Turm mit einer innwändigen Wendeltreppe zur Begehung an der Seite wie hier in Le Faou....
 

 
              
 

 

 
...oder in Ploule´ch.
 

 
             
 

 
An vielen Pfarrhof-Mauern wuchsen diese üppigen Hortensien-Stauden.
 

 
 
 

 

 
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