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Wien März 2013

          

Wien im März 2013

 

Wir (Solange und Rolf) waren mit dem österreichischen "railjet" in vier Stunden von München aus am Wiener Westbahnhof.

Warum haben wir uns das nicht schon früher gegönnt ?

Wien  war ursprünglich eine keltische Siedlung. Den Namen hat es vom  römischen Kastell "Vindobona" (Ausgrabungen am Hohen Markt und am Michaeliplatz). Der römische Kaiser Marc Aurel ist 180 n.Chr. hier gestorben. Von Wien aus wurde zuletzt im 19. Jahrhundert ein Weltreich regiert. Nach dem verlorenen Krieg 1918 mußte Österreich große Gebietsansprüche aufgeben. Für das heutige Rumpf-Österreich ist Wien als Hauptstadt unverhältnismäßig groß.


 

 

So sah Wien zur Zeit der Belagerung 1529 durch die Osmanen aus. Die nur wenige hundert Meter von der Stadtmitte gebaute ringförmige Befestigung verhinderte die Einnahme des östlichen Teils des christlichen Abendlandes durch die Türken islamischen Glaubens mit unausdenkbaren Folgen.

     

         

      Die heutige breite Ringstraße wurde auf den ehmaligen Ringwällen angelegt. Der Wiener Ring beginnt am Zusammenfluß vom Fluß Wien mit dem Donau-Kanal.

               

                

  Wir wohnten im (Gäste-)Haus des Deutschen Ordens unmittelbar südich des Stephansdoms in der Singerstraße

Auf der Website http://www.deutscher-orden.at/ kann man Details auch zur Geschichte des Deutschen Ordens vor allem in Osteuropa nachlesen.

 

              

 Rechts ist der Häuserkomplex des aus der Zeit der Kreuzzüge stammenden Ritterordens mit eigener Kirche , Gästehaus und Läden.

             

                 

                

               

 Hier das Portrait eines Großmeisters aus heutiger Zeit.

              

               

  Um dort zu wohnen, muss man nicht unbedingt den u.g. Grundsätzen zustimmen, aber man bekommt ein Gefühl für die gesellschaftlichen Verhältnisse in der kaiserlich-königlichen (k.u.k) Gesellschaft während der Blütezeit Wiens im 19. Jahrhudert bis 1918 (verlorener erster Weltkrieg und Gründung der ersten Republik). 

   

 

               

  In der Altstadt sozusagen um die Ecke ist auch das von Mozart bewohnte Haus neben dem Hotel "König von Ungarn" .

 

               

Die obige Skulptur von Hrdlicka stellt die Leiden der Wiener Bevölkerung während des zweiten Weltkriegs dar (20 % von der Stadt wurden in den letzten Kriegswochen zerstört)

    

  Hier die beschwörenden Worte der provisorischen österreichischen Regierung an die Landsleute 1945 vor der Gründung der zweiten Republick nachdem Krieg. Mit der ersten waren sie gar nicht zufrieden.

 

 

  Die Altstadt und die Hofburg mit ihren zahlreichen Sehenwürdigkeiten erkundet man mit dem Fiaker (wenn der Kutscher orts- und  geschichtskundig ist) oder zu Fuß mit einem Führer. Weil es so kalt war und wir Bewegung brauchten, entschlossen wir uns zu letzterem.  Ein sehr guter Buchführer durch Wien ist der Dorling Kindersley Wien vis-à-vis

http://www.dorlingkindersley.de/titel-0-0/wien-1064/ .

   

                 

  Mittig ist die Alte Hofburg mit dem Eingang vom Michaeler Platz , dem Denkmal von Kaiser Franz I (1792 bis 1835 im Innenhof), mit der Schatzkammer, den Kaiserlichen Appartements und dem Eingang zur Spanischen Hofreitschule.

 

           

                 

  Hier befindet sich auch die Augustiner Kirche, wo die Herzen der Habsburger Herrscher aufbewahrt werden. Die Körper sind in der Kapuziner Gruft unweit davon bestattet.

 

                

  Hier der Heilige Augustinus. 

   

 

 Die Habsburger kamen aus der Schweiz von der Habichstburg und regierten nach den Babenbergern (Beginn 976 mit Leopold von Babenberg) ab dem 13. Jahrhundert (Beginn 1358 mit Herzog Rudolf IV.) bis 1918 (Kaiser Karl I. ging ins Exil, dankte aber nicht ab).

 

Hier die Kaiserlichen Appartements.

    

 Die obige Krone ist angeblich aus purem Gold

 Hier der Eingang vom Michaeler-Platz mit Fiaker-Zufahrt.

               

  

              

  Österreich leistet sich seine Hofreitschule bis heute, deren Pferde (aus dem Gestüt Pieber in der Steiermark) wunderbare, taktvolle Schritte vorführen und im Alter bis zum Tod ein Gnadenbrot erhalten.

               

 

 

               

  Die Pestsäule am Graben in der Altstadt zeigt den Kaiser Leopold I. (1657 bis 1705) in demütiger Haltung (die Krone hat er abgelegt), um...

                  

                  

 ...um Gottvater, Sohn und Heiligen Geist zur Abwendung der Pest zu bewegen. Gleich die Dreifaltigkeit anzubeten hat angeblich funktioniert.

  

 

Die Habsburger wurden von 1452 bis 1806 fast durchgehend zu Kaisern des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation gekrönt.

  

 

Wien hatte schon zum Ende des 19.Jahrhunderts eine z.T. unterirdische Stadtbahn mit schön im damaligen Jugendstil gestalteten Bahnhöfen wie hier am Karlsplatz.

  

  

 Hier eine innen besteigbare Säule vor der Karlskirche am Ring (gebaut von Fischer von Erlach, heute Museum).

      

              

                   

 Die aufwändige französische Botschaft spiegelt die große europäische Geschichte zur Zeit Napoleons und danach wieder.  

 

               

 

Das großzügige Schloß Belvedère gehörte dem tapferen Prinz Eugen aus Savoyen, der die osmanische Gefahr endgültig im Sieg über das türkische Heer 1683 bei Belgrad bannte.

  

  

  

               

 Die herrlichen Gärten mit ihren Skulpturen wurden von Johann Lukas von Hildebrand entworfen.

     

                

 

 

 

 Im oberen Schloß ist deine ständige Ausstellung von das Weibliche verherrlichenden Bildern des großen Wiener Malers Gustav Klimt.

 

               

 Der Kuß 1907/1908

                          

                              

  Die Musik 1901

                      

                       

 Nixen (Silberfische) 1899

   

      

  Danae 1907/1908

 

 

 Zehn Jahre nach dem 2. Weltkrieg ist hier im Schloss Belvedere der Staatsvertrag mit den vier Siegermächten zur neutralen Unabhängigkeit Österreichs geschlossen worden.

         

  

              

 

 

  Im Kunsthaus Wien ist die größte Sammlung des Künstlers Friedensreich Hundertwasser.

 

  

                       

 Hundertwasser hat europaweit auch Gebäude gestaltet.

 

  Hier die Fassade vom sog. Hundertwasser-Haus: "gehasst, gebaut, geliebt".

 

 

           

 

            

 

           

 

            

 

 

 Nahe dem Stephansdom im Graben und in der Kärntner Gasse (Haupt-Geschäftsstraße) sind viele Häuser im Barock- und Jugendstil zu sehen.

 

                

 Dagegen die schmucklose Erscheinung des Loos-Hauses am Michaeler Platz..

 

 

  

               

  Detail an der berühmten Konditorei Demel.

     

              

 Giebel der Spar-Casse mit Goldener Biene.

   

       

 

              

Baldachin des Vermählungsbrunnens am Hohen Markt, 1732 vollendet vom Baumeister Fischer von Erlach.

 

Die berühmte Anker-Uhr an einem Versicherungs-Gebäude. Am Hohen Markt ist es jetzt 12:30 Uhr mittags.               

 

  

 

 Zahlreiche Mode-Boutiquen locken Kunden an.

 

               

  

                

 Die älteste Kirche von Wien ist die romanische Ruprechts-Kirche der Salzhändler aus dem 11. Jahhundert oberhalb des Donau-Kanals.

 

                

 

              

 Das jüdische Viertel mit kleinen Gassen befindet sich nördlich vom Stephansdom.

      

               

 Der Kaiser gestattete Religions-Freiheit, aber die Gotteshäuser der Andersgläubigen durften äusserlich nicht als solche erkennbar sein.

 

                

 Die gotische Kirche Maria am Gstade befindet sich auch oberhalb des Donau-Kanals.

 

                 

 

                

 

 

 

Die meisten Geschäfte sind rund um die Kärntner Gasse zwischen Stephansplatz und Opernring... 

  

  

 ...mit einigen sehr schönen Fassaden.

 

 

 

                

 

  

  

 

Restaurant Ofenloch am Judenplatz.

 

In der Altstadt und im Jüdischen Viertel gibt es auch einige Beisln (Gaststätten mit preiswerter, gutbürgerlicher Kost). 

 

                 

  Konditorei in der Freyung-Passage in Richtung Café Central im Palais Ferstl.

 

                

 

               

 

 

 

  

 

Das berühmte Burgtheater liebt am Ring unweit vom Bundeskanzleramt...

 

 

  ...mit schön gestaltetem Pausen-Wandelgang und...

 

 

  ...Extra-Aufgang für den Kaiser und Gefolge.

               

                

  

               

  

               

  Die Deckengemälde sind von Gustav Klimt und Maler-Kollegen (u.a. sein Bruder)..

       

         

  Unten rechts im Deckengemälde und als großes Gemälde im Pausen-Wandelgang ist auch die Künstlerin Katherina Schratt zu sehen. Sie war die Mätresse des Kaisers Franz-Joseph.

                

 

               

 

 Hinter der Bühne sieht es so aus.

              

 

 

  Die neuere Hofburg (Neue Burg) mit dem Heldenplatz, dem Festsaaltrakt und der riesigen Staats-Bibliothek ist in der Blütezeit des19. Jahrhundert geschaffen worden.

        

 

             

  Das repräsentativste Café Central liegt unweit der Hofburg gegenüber den Palais des Bundespräsidenten und des Bundeskanzlers.

 

  

  

 

 Wie in allen Wiener Cafés kann man auch hier in dieser angenehmen Athmosphäre stundenlang mit einer Tasse Kaffee sitzen und die ausgelegten Zeitungen lesen.

               

 

 Im Café Sperl in der Nähe des Theaters an der Wien ist es ähnlich.

  

 

  

  

 

 

               

  Das Kunsthistorische Museum mit dem Maria Theresia-Denkmal davor.

Kaiserin Maria Theresia hat 1740 bis 1780 regiert in einer Epoche von Wohlstand, Stabilität und Vernunft. Sie hatte 16 Kinder, von denen 13 als Ewachsene überlebten. Sie förderte die Entwicklung Wiens zur musikalischen Hauptstadt Europas. Sie liebte die verschnörkelte Variante des Rokoko. Ihr Nachfolger Joseph II. gewährte Religionsfreiheit und verbesserte das Gesundheitswesen. Der Adel verübelte ihm, daß er Bankiers und Industriellen den Erwerb von Adelstiteln ermöglichte.

            

                    

 Hier ein köstlicher Auszug eines Briefes von Maria Theresia an ihre Tochter Marie-Beatrix vom 24. Oktober 1775 : " ...Man kann das Vergnügen der Maskenbälle, Schauspiele. Promenaden genießen, aber stets mit der angemessenen Haltung, die Sie so vorzüglich verstehen, um denen zu imponieren, die sich einfallen lassen sollten, sich zuviel herauszunehmen...." (Wien literarisch im aufbau taschenbuch atb)

http://www.aufbau-verlag.de/index.php/wien-literarisch.html  

     

 

 die Kuppel des Kunsthistorischen Museums

   

 

  

  

  

 Das heutige Palais des Bundespräsidenten unweit des Heldenplatzes.

  

  Neue Burg am Heldenplatz mit heutiger Staatsbibliothek und dem Denkmal von Erzherzog Karl.

 

  

  Das Parlament am Ring in der untergehenden Sonne.

 

  Vom Balkon der Staatsbibliothek hielt Hitler am 15. März 1938 seine Rede zum Anschluß Österreichs zum Deutschen Reich.

 

                

 Vor der Staatsbibliothek das Denkmal von Prinz Eugen; im Vordergrund das Denkmal von Erzherzog Karl.

 

  

              

Am Opernring das Denkmal von Wolfgang Amadeus Mozart. Er gab häufig Konzerte vor den Habsburgern..

 

 

       

Der Stephansdom (spätromanische Kirche aus dem 13. Jahrhundert und das nationale Wahrzeichen Wiens) ist 137 m hoch. 

 

  

 

 

  

  

                

  

 

 

                

  

               

  Der Erbauer des Doms Puchsbaum ist hier verewigt.

 

 

  

              

 

                

 

 

Das Schloß Schönbrunn im Vorort Hietzing war die Sommerresidenz der Habsburger.

      

 

Das Schloß (1695 vom Baumeister Fischer von Erlach begonnen) wurde im 18. Jahrhundert unter Maria Theresia vom Bausmeister Nikolaus Pacassi vollendet.

 

 

 

 

Der Festsaal im Hauptgebäude des Schlosses. 

 

                   

 

                   

  

 

 Dem Schloß gegenüber liegt die sog. Gloriettte.

  

  

  

 

 

  

 

  

 

                 

 

  

  

 

  

 

 

 

  Die Gewächshäuser im Park haben eine solide Stahlkonstruktion.

           

              

  

 

  

 

  

 

Der Graben ist die breiteste Geschäftsstraße im Zentrum.

 

 

  

   

 Hier rechts oben hat auch der Maler Hundertwasser sein Atelier gehabt.

 

 

  Wie hier am Platz der Freyung gibt es an vielen Plätzen Ostermärkte.

              

 

                

  

                

  

              

  

               

 

 

Viele Haus-Fassaden im Klassizismus-, Barock-, oder Jugendstil sind sehenswert.

                  

 

Hier die seitliche Front des Theaters an der Wien.

 

 

               

 

  Prächtige Jugendstil-Fassade eines Hauses an der Rechten Wienzeile vom Naschmarkt aus gesehen

            

  

     

  

     

 

          

  

 

  

              

 

 Lockende frische Ware am Naschmarkt oberhalb des Flusses Wien, der hier abgedeckt ist.

  

 

Das Museums-Gebäude der Künstler-Vereinigung Secession von 1899, in dem auch das berühmte Beethoven-Fries von Gustav Klimt zu seiner 9.Synphonie geschaffen wurde.

 

  

              

  

                     

 Detail des 31 m langen Frieses u.a. mit der "Ode an die Freude" und hier "Die Sehnsucht nach dem Glück" 1902

              

              

 Der Palais des Wiener Musikvereins. Von hier aus werden am ersten Tag des Jahres vormittags immer weltweit die Neujahrs-Konzerte ausgestrahlt.             

             

  

              

  Der Walzer- und Operettenkönig Johann Strauss im Volkspark.

 

  

 Das Gebäude der Postsparkasse (1904 - 1906) von Otto Wagner ist ein Beispiel für die Architektur zur Zeit der Secession ...

  

 

  ... mit den nüchternen Stil-Elementen aus Edelstahl.

 

              

 

  

  

 

 

  Das war unser in fünf Tagen erlebtes Wien im März 2013. Sicher kommen wir noch mal wieder, wenn es sonniger und wärmer ist und fahren dann auch im Fiaker. 

 

 

  

                   "Wien a.D. liegt (nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg 1918 = das Ende der "Donau-Monarchie") einfach nicht mehr an der Donau, sondern im Gebirge (lies: a.G.), nicht mehr in der weltoffenen, aussichtsreichen Ebene, sondern angepreßt an gemütsumdämmerndes Bergland...." (aus "Wien am Gebirge" von Anton Kuh im atb-Buch "Wien literarisch"

http://www.aufbau-verlag.de/index.php/wien-literarisch.html

 

           

 

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