Auf-dem-Weg2

Wiener Höhenweg 07.2011


Solange und Rolf haben am Samstag, dem 16. Juli 2011 in München geheiratet.
Schon seit 3 Jahren haben wir geplant, den "Wiener Höhenweg" von Lienz/Osttirol nach Heiligenblut/Kärnten am Großglockner zu wandern. So wird die Hochzeitsreise - wie kann es bei uns anders sein - kurzerhand zur Hochzeitswanderung auf  höhem Nveau zwischen 2.000 und 3.000 m .

 

 

 

Die Höhenwanderung findet wieder wie schon 2008 im Nationalpark Hohentauern statt http://auf-dem-weg.chapso.de/grossglockner-2008-s238125.html . Am Gipfel des Großglockner (3.798 m) treffen die 3 Bundesländer Salzburg, Osttirol und Kärnten zusammen  und beherbergen den größten zusammenhängenden Nationalpark  Europas.

                      

                   

     



     Gestartet sind wir zwei Tage nach unserer Hochzeit am Montag nachmittag vom 
      Iselsberg nordöstlich von Lienz (1.208 m) auf die Winklerner Hütte (1.907 m).





             
 
    Nach der Hochzeit ist wie vor der Hochzeit: immer noch geht es hoch hinaus.

 
             
    Die Osttirolerin Agnes aus Matrei - wie schon oft zuvor - ist mit von der Partie
                                     von Hütte zu Hütte über 7 Tage.

  
          Ein Blick zurück zeigt uns die Lienzer Dolomiten: mal ein späteres Ziel ?

  
      Vor uns liegen die Hohen Tauern. Ab jetzt werden wir keine Autos mehr sehen.

  
    Am späten Nachmittag erreichen wir unser erstes Etappenziel: die Winklerner 
                        Hütte, wor wir die einzigen Übernachtungsgäste sind.


 

    Unser zweites Etappenziel ist der Wangenitzsee (2.465 m). Immer geht es auf ca.
      2.000 m Höhe an der Bergflanke am Debanttal entlang bis zur oberen Seescharte
                                  mit Blick auf den tiefblauen See.

 

     Der Hochschober (3.240 m), der der ganzen Bergregion (Schobergruppe) den  
      Namen gegeben hat, war mit dem Kleinen Schober mal kurz gut zu sehen.

              

    Die Seescharte liegt auf 2.604 m Höhe und gibt einen überwältigenden Blick frei.

   

                                            Schwindelfreiheit ist hier gefragt.
            
      
                    Die erfahrene Agnes geht die schwankende Hängebrücke zur 
                          
  Wangenitzseehütte der OeAV-Sektion Lienz beherzt an.

  


  
        Das Gebiet um den See und die Hütte ist von überwältigender Schönheit.

                


   
   Wir haben eine so große Freude, hier oben sein zu können, obwohl sich das Wetter 
                                                    zusehends verschlechtert.

   
  
                     
        Wir bleiben wegen Regen noch einen Tag in der Wangenitzseehütte  und
               unternehmen am Nachmittag eine Seeumrundung mit Kletterpartie.


              

           Hier geht die Materialseilbahn zur Hütte aus dem Debanttal hinauf.
 

 
             Hütte mit See und im Hintergrund die Seescharte (unser Übergang)


 

      Am nächsten Morgen (Donnerstag, den 21. Juli 2011) geht es am oberhalb
      gelegenen Kreuzsee (hat die Form eines Kreuzes) entlang auf die 3. Etappe  
                                                     zur Adolf Nossberger Hütte.

 
                Oberhalb des Wagenitzsees ist der Seeschartenkopf mit 2.816 m Höhe.

             

             Wir gehen über das Kreuzseeschartl (2.810 m) mit seinen zahlreichen
                                      Steinmandeln weiter nach Norden.

 


 


 

 
              
     Ein Blick zurück zeigt uns nochmal das wunderschöne, durchwanderte Gebiet.

  

        Die Adolf Nossberger Hütte liegt auf  2.488 m Höhe auch wieder an einem See
                                                       (Oberer Gradensee).




  

        Am Vormittag klart es meist etwas auf und wir können das "Matterhorn"  
                               der Schobergruppe, den Glödis (3.206 m), sehen.


          

                 Auf dem Hohenweg zur Niederen Gradenscharte (2.796 m)...


... können wir nochmal von der anderen Seite einen Blick auf  den Petzeck werfen,...
  
               ...mit 3.283 m Höhe der höchste Berg der Schobergruppe.

                  
                                   an der Niederen Gradenscharte

   
                                   die neue Seilsicherung hält

 

 


 
       
       Große Schutthalden müssen bei Steinschlaggefahr überwunden werden.
            

                          immer wieder gibt es Quarzsteine im griffigen Granit

 



 
      Unterhalb der Niederen Gradenscharte ist der Eisssee, der von einem kleinen
                                                    Gletscher gespeist wird.


  
              Den beiden Damen geht die Schönheit wohl über die Sicherheit.

 
    beim Abstieg zur Adolf Nossberger Hütte Blick auf den Petzeck (links) und den   
                                                             Kruckelkopf 


 


 

  Unser 3. Etappenziel: die von Roland Hummer gut geführte Adolf  Nossberger
  Hütte 
der OeAV-Sektion Wiener Lehrer, die das Gebiet mit dem Wiener Höhenweg 
                                                    erschlossen haben.

 

  Am nächsten, zunächst sonnigen Morgen geht es frühzeitig auf die vierte und wohl
         schwierigste Etappe zur Elberfelder Hütte der DAV-Sektion Wuppertal...



             ...über die höchste (2.958 m) und steilste Scharte, die Hornscharte.





          


  
    
    
                        beim Blick zurück nochmal die A. Nossberger Hütte mit dem
                                                        Perschitzkopf (3.077 m)


  
                                 hier der Mittlere Gradensee...

  
                                ...und der Vordere Gradensee

  


               
                   ein Blick noch oben auf die schneebedeckte Hornscharte 


              
              Auf der anderen Seite haben wir wenig Sicht und Schneeregen.

   


  
                        Hier ist der Granit teilweise eisenhaltig.

  


  
     Eine Wegewarte-Gruppe aus Wuppertal kommt uns entgegen, um ausgerissene
                               Haken an der Verseilung wieder zu befestigen.


  
    Die spektakulären Klammerköpfe (2.739 m) sind gerade noch im Dunst zu sehen.


                      
                   Nochmal kurz ist der Blick zum Roten Knopf (3.281 m) frei.

  
       Die Elberfelder Hütte wird vom Hüttenwirt Herbert Mayerhofer geleitet.
       Zum Abschiedsdank an die Wegewarte hält er abends einen spektakulären  
          Lichtbildervortrag über seine weltweiten Kletterpatien und Gipfelerfolge.
   

   Die 5. und vorletzte Etappe wäre am Samstag, dem 23. Juli 2011 zur Glorer Hütte
   auf 2.651 m Höhe am Bösen Weibl (3.121 m) vorbei im Glocknergebiet gewesen,  
   aber der Schneefall in der Nacht hat den weiteren Wiener Höhenweg glatt und
                                                  unpassierbar gemacht.

 
  
  Schade, so waren wir gezwungen,abzusteigen aus 2.346 m Höhe durch das lange
                               Gößnitztal nach Heiligenblut auf 1.256 m Höhe.

                   

                
    Beim Blick zurück sehen wir noch gerade die verschneiten Klammerköpfe...

 
                     ...und hinter der Hütte den Hausberg Roter Knopf.



    Auf dem ganzen Wiener Höhenweg haben wir leider den Großglockner (3.798 m) 
                 kein ei
nziges Mal gesehen, weil er immer in den Wolken war.



   Das 6. und letzte Etappenziel wäre das Glocknerhaus gewesen, nachdem wir von 
   der Glorerhütte kommend über die Salmhütte auf  2.638 m Höhe gegangen wären.

  
                Es ist eine schwere Entscheidung, jetzt abzusteigen,...

 

   ...aber auf dem langen Marsch im Regen durch das Gößnitztal gibt es auch eine
                                                           Menge zu sehen:




              

             schlammige Wege und schöne Almhütten sind zu erleben.

                  


                 


 
            Die Folgen eines gewaltigen, früheren Bergsturzes sind zu bestaunen.

                


                  


 
                    Die schön gelegene Wirtsbaueralm ist bewirtschaftet.

                 


                 


                  
                  Der Gößnitz-Wasserfall hat natürlich jetzt viel Wasser.

                  


 
      Der noch knapp erwischte Bus in Heiligenblut bringt uns wieder hinauf zum 
         Glocknerhaus an der Glockner Hochalpenstraße auf  2.300 m Höhe, wo 
         ca. 10 cm Schnee liegt und wo wir zunächst mal übernachten..


       Das traditionsreiche Glocknerhaus wurde schon 1876 von der OeAV-Sektion
                     Klagenfurt auf Kärntner Seite des Großglockners gebaut.

  

                Am nächsten (Sonntag-)Morgen sieht alles noch weißer aus.

                 
  Solange und Agnes wollen noch zur Kaiser-Franz-Josepfshöhe., während Rolf sich 
                          am opulenten Frühstück im Glocknerhaus erfreut.


  
         Bei normalem Sommerwetter schaut es da oben auf 2.450 m Höhe so aus.

                    

          Der Blick von dort oben auf den Sandersee mit dem AV-Gletscherpfad ist
                                                                    trostlos.


  
                   Eine 3D-Aufnahme der Nationalpark-Verwaltung sieht so aus.



  Im Jahr 2008 hatte Rolf  für ein paar Quadratmeter am Sandersee (siehe Pfeil) die  
  Patenschaft übernommen. Wie das geht, kann man hier nachlesen:


http://www.alpenverein.at/portal/natur-umwelt/nationalpark_hohe_tauern/


   Eigentlich wollte ich dort nun endlich meine Fahne wehen lassen, aber bei dem 
                             Schneetreiben ist dort kein Hinkommen möglich.


                 
         So geht es dann mit dem Bus wieder nach Heiligenblut hinunter und in die 
                   Wallfahrtskirche und den wunderschönen Friedhof, wo auch einige
                                                         Bergopfer liegen.


                    



  


 

    Die Hochalpenstraße ist eine beliebte Rennstrecke für Motorräder. Auf dem
    glatten Asphalt geht es natürlich viel schneller in die Berge, aber es stinkt nach
                                                             Benzin.



                  Das war unsere Hochzeits-Wanderung. Schön war´s trotzdem. 

  

       Immerhin haben wir 4 von 6 Etappenzielen, also zwei Drittel des Höhenweges
                                                              geschafft.


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